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Verein zur Förderung sächsischer Schmalspurbahnen

Sachsen hat eine große industrielle Vergangenheit, viele technische Entwicklungen stammen aus dieser Region. In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts war Sachsen die industriell am stärksten entwickelte Region Deutschlands.

Die Schmalspurbahnen waren ein wesentlicher Motor dieser beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung, weil sie nicht nur ländliche Regionen mit Industriegebieten verbanden, sondern selbst eine wesentliche Voraussetzung für die industrielle Entwicklung z. B. des Erzgebirges geschaffen haben.

Die sächsischen Schmalspurbahnen waren mit einer Länge von über 500 km ein bedeutendes Verkehrssystem, das erhaltenswürdige Strecken, Fahrzeuge und Gebäude hervorgebracht hat.
Auch heute gibt es in Sachsen noch mehrere Strecken, auf denen der öffentliche Personennahverkehr abgewickelt wird. Dazu kommt - nicht zuletzt wegen des Vorhandenseins von außerordentlich hohem Fachwissen und ebenso hohem ehrenamtlichen Engagement - die nicht hoch genug zu bewertende touristische Dimension sächsischer Schmalspurbahnen.

Der Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V. will dabei helfen die Zeitzeugen einer großen wirtschaftlichen Entwicklung museal zu erhalten die Schmalspurbahnen und deren Integration in touristische Konzepte und den ÖPNV zu fördern.




Fahrzeuge VSSB Verein zur Förderung
Sächsischer Schmalspurbahnen e.V.

Dampflokomotiven

Sächsische I K

Als ab 1881 das weitverzweigte Netz der sächsischen Schmalspurbahnen entstand, wurden für die zunächst leichten, aus Wagen mit hölzernen Aufbauten gebildeten Züge diese kleinen, dreiachsigen Dampfloks gebaut. Die bald als sächsische I K (sprich: eins K) bezeichneten Loks fanden anfänglich auf nahezu allen Strecken Verwendung, erwiesen sich jedoch bald also zu schwach. Immerhin konnte sich noch bis 1964 ein Exemplar als Werklok im Rangierdeinst ein Gnadenbrot verdienen, ehe auch dieser letzte originale Vertreter verschrottet wurde. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen und durch Unterstützung unzähliger Spenden konnte 2009 der Neubau einer Lok dieses Typs vollendet werden. Sie soll künftig abwechselnd auf allen Bahnen bei Festlichkeiten zum Einsatz kommen.

54 Baujahr 2009, DLM

Sächsische IV K

Die meistgebaute Lokomotivgattung der sächsischen Schmalspurbahnen ist die sächsische IV K (sprich: viere K). Zwischen 1892 und 1921 verließen nicht weniger als 96 Exemplare dieser Bauart die Lokomotivfabrik vorm. Richard Hartmann in Chemnitz. Einst waren sie daher auf allen 750mm-spurigen Schmalspurbahnen in Sachsen von Carlsfeld bis Zittau und darüber hinaus beispielsweise auf der Insel Rügen anzutreffen. Die Naßdampfloks mit dem charakteristischen 4-Zylinder-Verbundtriebwerk erreichen eine Leistung von rund 210 PS. Weitere technische Daten sind die Fahrzeuglänge von 9.000 mm und die Dienstmasse von max. 29,3 t. Insgesamt sind 22 Exemplare dieser Lokomotivtype erhalten geblieben, zum Bestand des VSSB gehören davon zwei Stück.

99 604 Baujahr 1914, SMF/3792, Ausstellungslok in Radebeul
99 606 Baujahr 1916/1964, SMF/3907, Ausstellungslok in Carlsfeld


 

Kontakt:

VSSB Verein zur Förderung
Sächsischer Schmalspurbahnen e.V.
Bautzner Straße 17
01099 Dresden

Tel.: 0351 21367100
Fax: 0351 21367110

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